von Johanna
Trotz glühender Hitze versammelten sich am Montag, den 7. Januar 2013, dem ersten Tag der Filmwochen im Colegio Rudolf Deckwerth in Puente Alto fast 30 Schüler verschiedener Schulen des Großraum Santiagos, um sich mit Filmen und Deutsch auseinanderzusetzen.
An den ersten zwei Tagen war Peter McPhee, ein Filmemacher, der manchen schon vom PASCH-Camp 2012 bekannt war, da. Er vermittelte den Schülern einige Grundlagen zu Film und Fotografie. Zum Beispiel besprach er mit ihnen anhand von deutschen Filmbeispielen die Wirkungen der verschiedenen Kameraeinstellungen.
Am ersten Tag bekamen die Schüler die Hausaufgabe, sich eine Kurzgeschichte zum Thema "Familie" zu überlegen. Am Dienstag trauten sich 6 Schüler, ihre Ideen vorzustellen. Sie sollten dann ab dem 3. Tag in Gruppen Storyboards erstellen (die Szenen skizzenhaft zeichnen und die Regieanweisungen und Dialoge dazuschreiben).
Die Dialoge sollten natürlich ins Deutsche übersetzt werden. Dabei war Kathis und meine Hilfe gefragt. Es war eine eher trockene Arbeit und gestaltete sich durch die großen Altersunterschiede (11 bis 17 Jahre) und sehr verschiedenen Deutschkenntnisse als etwas kompliziert, umso toller war aber die Motivation, mit der die meisten Schüler dabei waren.
Vor allem bewundernswert war der Eifer einer Schülerin, die noch keine einzige Unterrichtsstunde Deutsch gehabt hatte, sich jedoch ein Wörterbuch nahm und begann, alleine jedes einzelne Wort nachzuschlagen und zu übersetzen. Bei solch einer Vorgehensweise ähnelt das Ergebnis natürlich einer Eingabe in einen schlechten Internetübersetzer und ist wenig erfolgsversprechend. Leider mussten wir trotz der großen Mühe, die sich gemacht hatte, alles verbessern. Am letzten Tag der ersten Woche wurden dann die fertigen Storyboards der ganzen Gruppe präsentiert und mit Hilfe einer kleinen Abstimmung die drei besten ausgewählt.

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