von Bárbara, Pasch-Büro Buenos Aires
Die vierköpfige Theatergruppe „artig“ tourt seit März durch Lateinamerika und hat bereits zahlreiche Schulen besucht. Am 19. April haben sie in San Juan Halt gemacht, um ihr Impro-Theaterstück „artige Geschichten“ aufzuführen. Eigentlich hätte das Stück im Colegio Central Universitario auffgeführt werden sollen, doch im letzten Moment kam doch alles anders: Aufgrud eines Todesfalls wurde die Schule am Abend geschlossen, sodass die Aufführung ins Goethe Zentrum in der Stadtmitte verlegt werden musste. Leider kam die Nachricht der Schule erst sehr spät und die Schüler konnten so nur auf den letzten Drücker über den Ortswechsel informiert werden. Kurz vor der Aufführung im Goethe Zentrum lagen die Nerven blank. Wüden es Schüler ins Goethe Zentrum schaffen? War das alles nicht zu kurzfristig? Glücklicherweise sind Argentinier Experten im Katastrophenmanagement. Irene Ruhemann, Leiterin des Goethe Zentrums fuhr mit einer Lehrerin noch an die Schule, um die Schüler abzufangen, die von der Umverlegung nichts itbekommen hatten; Schüler informierten mittels Facebook und Whatsapp ihre Mitschüler (gepreist seien die modernen Medien) und nach und nach trudelten immer mehr Leute ins Goethe Zentrum ein. So konnten sich die artigen Artisten letzendlich über einen vollen Saal freuen und lieferten eine mitreissende Show ab.
Begeistert machten die Zuschauer bei Rhythmusübungen mit und gaben der Gruppe Impulse zum Improvisieren. Gekonnt wurde in den Sketchen von Deutsch auf Spanisch gewechselt und umgekehrt, was sowohl Deutschlernern wie auch Aussenstehenden viel Freude bereitete.

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