von Michelle, Colegio Mater Ter Admirabilis, Buenos Aires
Sicherlich ging es uns allen so: Wir mussten uns erst mal eine schöne Bleibe mit netten Mitbewohnern suchen, den Kühlschrank füllen, halbwegs das Metro- und B
ussystem durchschauen, die ersten Leute, unsere Arbeitsstellen und Aufgabenbereiche kennenlernen und so weiter.
Genau richtig kam nach dieser etwas anstrengenden „Eingewöhnungs- und Orientierungszeit“ unsere erste FERIENwoche! Ursprünglich war ein Trip nach Uruguay geplant, aber da diese Idee scheinbar auch die Hälfte aller Porteños hatte, waren die Fähren längst ausgebucht. Und so bin ich eben in Buenos Aires geblieben und habe dort letztlich eine super Woche verbracht: Endlich konnte ich Dinge machen, für die bisher nicht so viel Zeit blieb:
Beispielsweise habe ich einige Parks und einige Sehenswürdigkeiten der Stadt besucht, sämtliche Steaks durchprobiert, auf die klasse Empfehlung von Monika hin dem Hipódromo einen Besuch abgestattet (das nächste Mal wird gesetzt!), zum ersten Mal eine argentinische Folkloreband live gehört und viel mehr. Das Highlight am Ende der Woche war ein Ausflug ins beschauliche „San Antonio de Areco“, einem Ort, der symbolisch als „Gauchozentrum“ gilt und in dem bis heute Traditionen wie die des Gerbens oder Silberschmuck-Herstellens gepflegt werden. Dort habe ich mich dann gleich aufs Pferd geschwungen und bin zwei Stunden mit Isandro, dem Sohn eines Gauchos, der 26 Pferde besitzt, durch die argentinische Pampa getrabt. Auch wenn ich wusste, dass meine Reitkenntnisse rudimentär sind, wurde mir mein Dilettantismus an der Seite eines Gauchokindes noch bewusster und ich kam mir ziemlich dämlich vor. Wenigstens bin ich nicht vom Pferd gefallen und kam wieder heil an der Estancia an…

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