von Monika, Pasch Büro Buenos Aires
Im Januar organisierte die argentinische Botschaft in Berlin einen Empfang für ehemalige und zukünftige Kulturweit-Freiwillige in Argentinien. Anwesend waren 16 Freiwillige und 3 Mitarbeiter des Programms, u.a. die Leiterin von Kulturweit Anna Veigel. Mit einem Klick auf das Bild, gelangt man direkt zu einem kurzen Bericht auf der Website der argentinischen Botschaft in Berlin:
Monika Behringer, ehemalige Freiwillige am Goethe Institut Buenos Aires und Rebecca Rech, derzeitige Freiwillige an der Deutschen Schule Temperley, berichten im Folgenden von ihrem Besuch in der argentinischen Botschaft:
Monika Behringer, 6 Monate Freiwillige im Goethe Institut Buenos Aires
Vor ein paar Tagen noch waren wir in Buenos Aires, San Juan oder irgendwo anders in Argentinien, doch jetzt sitzen wir am ca. 60 km von Berlin gelegenen Werbellinsee, wo wir bei einem Nachbereitungsseminar unsere Erfahrungen im Ausland reflektieren sollen. Wir sind „kulturweit“-Freiwillige, nach sechs Monaten frisch zurückgekehrt nach Deutschland. Und wir wollen gar nicht darüber nachdenken, wie es war in Argentinien, wir wollen lieber dorthin zurück! Draußen ist es ungemütlich kalt und feucht, es regnet oder schneit und wir sehnen uns nach dem argentinischen Sommer, aus dem wir durch das Ende unseres Freiwilligendienstes so abrupt gerissen worden sind. Wir hängen unseren Erinnerungen nach, vermissen die neu gewonnenen Freunde, die leckeren Steaks und den Malbec-Wein, der dazu getrunken wird.
Da kommt es genau richtig, dass wir am vierten Tag unseres Nachbereitungsseminars abends zu einem Empfang in der argentinischen Botschaft in Berlin eingeladen sind. Ein Empfang extra für uns „kulturweit“-Freiwillige – was für eine Ehre! Wir freuen uns und sind gespannt, was uns erwartet. Wir treten ein und die ersten spanischen Wörter dringen an unsere Ohren. Da huscht vielen von uns schon das erste Lächeln über das Gesicht. Zur Begrüßung gibt es argentinischen Wein, dann auch noch kleine Häppchen mit saftigem Fleisch und Chimichurri und als Nachtisch zur allgemeinen Begeisterung: dulce de leche! Endlich wieder ein bisschen Argentinien-Feeling im winterlichen Deutschland!
Frau Dr. Kroyer, in der argentinischen Botschaft für die internationale Kooperation zuständig, hatte uns bereits auf unserem Vorbereitungsseminar besucht und sich von uns mit Fragen bombardieren lassen. Jetzt, ein halbes Jahr später, ist sie neugierig, was wir in der Zwischenzeit in ihrem Heimatland erlebt haben, wie es uns ergangen ist und welche Erfahrungen wir mit nach Hause bringen. In ungezwungener Atmosphäre stehen wir beisammen und erzählen von unserem Einsatzort, der Arbeit in unserer Einsatzstelle oder wie wir die aktuelle wirtschaftliche und politische Situation in Argentinien erlebt haben. Die Zeit vergeht wie im Flug, wir könnten noch ewig weiterplaudern, doch leider müssen wir langsam zurück an den Werbellinsee. Wir haben den Abend sehr genossen und sind Frau Dr. Kroyer und der argentinischen Botschaft dankbar, dass sie uns nicht nur durch die Ausstellung von Höflichkeitsvisa unseren Aufenthalt in Argentinien überhaupt erst ermöglichen, sondern darüber hinaus sowohl im Vorfeld als auch nach unserem Auslandsaufenthalt den persönlichen Kontakt mit uns suchen und sich für unsere Erfahrungen interessieren.
Rebecca Rech, derzeitige Freiwillige an der Deutschen Schule Temperley
Die argentinische Botschaft lud die Kulturweit-Freiwilligen, die ihre Ausreise noch vor sich hatten aber auch diejenigen, die schon wieder heimkehrten, zu einem "Kennlern-Abend" ein. Wir wurden sehr herzlich von Frau Kroyer begrüßt, die sich sehr für die Erstellung unserer argentinischen Visa einsetzte.
Zusammen mit anderen Freiwilligen saßen wir gemütlich auf einer Couch und unterhielten uns über verschiedene Themen, Fragen und Bedenken, die jeder so hatte. Dieser Austausch schon vorab des Vorbereitungsseminares war sehr schön, da jeden die gleichen Themen bewegten. Frau Kroyer erzählte uns einiges Wissenswertes über Argentinien und war sehr interessiert daran, welche Vorstellungen und Erwartungen wir an den Freiwilligendienst und das Land hatten. Nach etwa einer Stunde kamen dann auch die anderen Freiwilligen, die von ihrem Einsatz schon wieder zurückgekehrt waren. Gemeinsam wurden wir alle sehr herzlich von dem Botschafter begrüßt, der eine kurze Ansprache auf Spanisch hielt, die von Frau Kroyer übersetzt wurde. Bei einem guten Glas argentinischem Rotwein und leckeren Empanadas konnten wir uns mit den anderen Freiwilligen austauschen und den ein oder anderen hilfreichen Tipp erhaschen. Auch der Botschafter war sehr interessiert an den Erfahrungen, die die Freiwilligen in Argentinien gemacht hatten. Er wies uns darauf hin, dass es ihm ein großes Anliegen ist, dass die Botschaft über das Kulturweit-Alumni Netzwerk „mazunga“ sehr gerne weiterhin in Kontakt mit den Freiwilligen sein möchte.
Insgesamt war es ein sehr gelungener und ungezwungener Abend, der uns Freiwilligen gezeigt hat, dass wir in Argentinien wirklich willkommen sind.

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