Wer in Buenos Aires lebt und dem röhrenden Großstadtlärm einmal entfliehen möchte, für den ist ein Ausflug nach Tigre ein „must“. So haben sich auch Caro, Lilian und Vera aus dem Goethe-Institut am letzten Sonntag mit ihrem persönlichen Guide und Freund Mattias auf den Weg gemacht, die beliebte Deltaregion im Norden der Hauptstadt zu erkunden. Nur eine Stunde Zugfahrt vom Zentrum entfernt, ist Tigre nicht nur für Touristen, sondern auch für den ordinären „Porteño“ das perfekte Ziel für einen Tag im Grünen. Der berühmte „Puerto de Frutos“ – früher ein Markt für Nahrungsmittel und Holzwaren aus dem Landesinneren – bietet heute eine große Auswahl an „artesanías“ (lokales Kunsthandwerk). Und was wäre ein Ausflug nach Tigre ohne...
["Raus aus der Großstadt, rein ins Flussdelta!" vollständig lesen »]unterwegs
Auf zu neuen Ufern
Alle Fotos der Reise nach Chile: http://www.flickr.com/photos/pascht/sets/72157626351487955/
Zwei Wochen, vom 20.3. bis zum 2.4.2011, war ich in Chile, um mich mit den dortigen FIT-Schulen vertraut zu machen, die SchulleiterInnen und LehrerInnen kennenzulernen, mit Bildungsbehörden zu sprechen und die Zusammenarbeit der beiden PASCH-Büros Santiago und Buenos Aires zu koordinieren.
Gleich zu Beginn nahm ich an der "Netzwerk-Sitzung Deutsch" in der Botschaft in Santiago teil, um die gemeinsame Arbeit zwischen dem Fachberater der "ZfA" (Zentralstelle für Auslandsschulwesen: verantwortlich für die Deutschen AuslandSchulen und die Deutschen SprachdiplomSchulen) und dem LehrerBildungsInstitut in Santiago und dem Goethe-Institut zu besprechen. Außerdem gehört zu dieser Runde auch noch ein Vertreter des DAAD (Deutscher Akademischer AustauschDienst). Diese Treffen finden zwischen den Vertretern der deutschen Kulturmittlerorganisationen im Ausland finden regelmäßig zwei Mal pro Jahr statt und sind wichtiger Bestandteil der Koordinierungsarbeit zwischen der Botschaft und den Mittlerorganisationen.
Bei den sich in den darauffolgenden Tagen anschließenden Einzelgesprächen mit dem LBI ging es um die Zusammenarbeit bei Lehrerfortbildungen und um eine Projektwoche für Lehrerstudenten und an der Lehrerausbildung interessierten Schülern an FIT-Schulen. Mit dem Fachberater der ZfA wurde neben anderen Projekten die gemeinsame Durchführung des inzwischen schon traditionellen Rockwettbewerbs aller PASCH-Schulen in Chile geplant.
Am dritten Tag machte ich mich mit Maitén Arns, der PASCH-Assistentin am GI Santiago, auf den Weg nach Arica, um die dortige FIT-Schule zu besuchen. Hier gab es dann ein Wiedersehen mit Claire-Marie und Christian, den beiden Freiwilligen von "kulturweit", die ich schon beim Vorbereitungsseminar in Buenos Aires getroffen hatte.
Der Flug nach Arica dauert von Santiago aus genauso lange wie der von Buenos Aires nach Santiago, wo wir am Samstagmittag, nachdem wir noch den Unterricht der Freiwilligen für interssierte Schüler am Morgen besucht hatten, eintrafen.
Sonntagnachmittag, Wochenende, Zeit zum Erholen .... Ich treffe mich mit den Lehrerinnen der FIT-Schulen aus und um Santiago auf ein Eis und einen Kaffee, so lautete die Einladung. Mehr als vier Stunden saßen wir zusammen; ich hatte Gelegenheit, Einblick in ihre Lehrerbiografien, ihre Arbeit an den Schulen und in die Situation der Lehrer in Chile zu bekommen. Eine Ganztagsstelle bedeutet 44 Stunden pro Woche (sprich eine 44 Stundenwoche): in Chile heißt das 44 Stunden Unterricht a 45 Minuten und die "restlichen" 9 Stunden für Koordination, Elterngespräche und Teilnahme an Lehrersitzungen. Unterrichtsvorbereitung und Korrektur von Schülerarbeiten gehören nicht dazu. Fast alle am Tisch haben volle Stellen, einige arbeiten noch an Universitäten oder geben anderweitig Unterricht, um ihr Lehrergehalt aufzubessern.
.... aber wie gesagt, Sonntagabend, Zeit für die Familie, einige müssen noch mehr als eine Stunde fahren, um nach Hause zu kommen und dort den Unterricht für Montag vorzubereiten, die Arbeiten zu korrigieren ....
In den nächsten Tagen besuchen Maitén und ich die Lehrerinnen an ihren Schulen, stellen in Gesprächen mit den Direktorinnen der "Rudolf Deckwerth" Schule und der "Jugendlandschule" die Projekte für das begonnene Schuljahr vor, besprechen u.a. Lehrerfortbildung und Lehrmittelausstattung.
Im Gespräch mit dem Rektor des Instituto Nacional in Santiago geht es um die Zusammenarbeit zwischen allen Fremdsprachenlehrern der Schule; 4000 Schüler können sich im 9. Schuljahr zwischen Französisch, Deutsch und Chinesisch entscheiden. Eine Herausforderung für alle Beteiligten, die bei einer Klassenstärke von 45 Schüler, Parallelklassen von A bis P, Fremdsprachen modern, zeitgemäß und kommunikativ unterrichten wollen. Chile hat sich vorgenommen, eine billinguale Ausbildung, Spanisch/ Englisch im nationalen Schulsystem aufzubauen.
Die letzte Schule, die wir besuchen liegt südlich von Santiago, in San Nicolás, als wir am Abend in Concepción aus dem Flugzeug steigen, zeigt das Thermometer 8° C, in Santiago waren es 30° C als wir losflogen. Es ist 22 Uhr, als wir uns mit Bertram, dem Deutschlehrer, den ich schon letztes Jahr im Ferienlager in Villa General Belgrano, Argentinien kennengelernt habe, zum Abendessen treffen.
Am nächsten Morgen 8 Uhr holt er uns dann im Hotel ab, um uns in die 20 km entfernte Schule mitzunehmen. Die Zeit reicht kaum, um im Deutschunterricht zu hospitieren, mit dem Direktor zu sprechen, uns die Berufsausbildung zum Glaser, Tischler, Koch oder in der Lebensmittelkonservierung anzusehen und mit Tim, den ich auch im Vorbereitungsseminar schon kennengelernt habe, zu sprechen.
Nach zwei Stunden Auto-, Bus- und Taxifahrt sitzen Maitén und ich gegen 18 Uhr im Goethe-Zentrum von Concepción, um über die Prüfungen für die Deutschlerner von San Nicolás zu sprechen.
Der Flug zurück nach Santiago am nächsten Morgen, wurde von 8 Uhr auf 10 Uhr verschoben, er findet nach stundenlangem Warten dann gegen 12 Uhr statt, wir nutzen die Zeit und schreiben Protokolle und Listen.
14 Uhr am GI Santiago, gerade noch rechtzeitig für das gemeinsame Foto aller Mitarbeiter anlässlich des 50.Geburtstages der Institution.
Es ist 21 Uhr als Magdalena ("kulturweit" FW), Maitén und ich das Büro verlassen.
Samstagmorgen 7.45 Uhr, Octavio holt mich mit dem Taxi ab, um mich zum Flughafen zu bringen, es ist 14 Uhr in Buenos Aires, Samstagnachmittag , Wochenende, .... meine Tochter öffnet mir die Tür ...
Vorbereitung des Ferienlagers in Villa General Belgrano, Córdoba
Um das diesjährige Ferienlager zu planen und wichtige Fragen vor Ort zu klären, waren Ines und ich in Villa General Belgrano. Los ging es für mich am Dienstag. Ich machte mich also am Abend schwer beladen mit zwei Rucksäcken und einer Tüte voller Reaktionsbälle auf den Weg zum Fernbus-Bahnhof Retiro. Nachdem ich längere Zeit auf mein Ticket warten durfte, weil es so schien, als gäbe es meinen Bus gar nicht, setzte ich mich noch für einige Zeit in den Wartebereich.
Santiago - auf zu neuen Ufern
Wir schreiben Samstag, den 9.10., ich mache mich auf den Weg nach Santiago; am Montag, den 11.10. ist "el dia de la raza", mein Kollege Gerhard Salbeck und ich nutzen die eigentlich freien Tage, um gemeinsame Projekte für die nächsten Monate zu besprechen.
In diesem Jahr wird zum ersten Mal eine Gruppe chilenischer Schüler einer FIT-Schule mit ihrem Deutschlehrer am Ferienlager in Villa General Belgrano in Argentinien teilnehmen. Außerdem laden wir die FIT-Schulen in Chile ein, sich an unserem Internet-Projekt "Zeig mir deine Stadt!" zu beteiligen.
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Mission: Misiones
Buenos Aires - Oberá - Eldorado - Buenos Aires
Im Januar und Februar wird das Goethe-Institut Buenos Aires in Zusammenarbeit mit der Fundación Wachnitz, sowie den Freiwilligendiensten kulturweit und Weltwärts ein Feriencamp in Eldorado, Misiones organisieren. Dort werden Kinder aus ärmeren Familien verschiedener Barrios Eldorados während ihrer Sommerferien betreut. Ihnen werden Nachhilfestunden in den Grundlagen der Mathematik und Sprache, aber auch Sport- und Freizeitaktivitäten angeboten. Da es nunmehr nur noch drei Monate bis zum Beginn des Feriencamps sind, machte ich mich auf den Weg nach Eldorado, um dort gemeinsam mit Gisela Wachnitz Aufgabengebiete abzustecken und eine Unterkunft für die Freiwilligen zu organisieren. ["Mission: Misiones" vollständig lesen »]

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